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Fußball in Altheim

Ende der 20er Jahre hatte das „Fußballfieber" auch die jungen Burschen in Altheim erfasst.  Auf Initiative von Willy Ebinger und Schreinermeister Georg Baur organisierte man in der Freizeit Fußballspiele. Diese wurden im Aispen (Brehms Wiese), im Priel (Kästles Wiese), auf den Wiedenweisen (Hirschles Wiese sowie Häckels Wiese) und auf dem Lai (Missels Viehweide) ausgetragen.

Wie die unterschiedlichen Austragungsorte zeigen, stellte in jener Zeit die Frage des Sportplatzes ein nahezu unüberwindliches Hindernis für die Gründung eines Sportvereins dar. Der Sportplatz war demzufolge überall und nirgends.
Meist waren es Freundschaftsspiele, die man gegen die Nachbargemeinden Alberweiler, Schemmerberg, Apfingen, Langenschemmern und Ingerkingen austrug.
Ab und zu fand auch mal eine Begegnung gegen Biberach oder Erbach statt. Dabei bediente man sich des Transportmittels Eisenbahn und Fahrrad.

Die Altheimer Elf  von damals, teilweise verstärkt durch Gastspieler aus Alberweiler (Hans Bürk,Eugen Neubrand), aus Ingerkingen (Gebr. Romer) oder Schemmerberg (Albert Häberle und Pius Hagel) beteiligte sich im Jahr 1933 erstmals an der Ausspielung einer Meisterschaftsrunde.
Im alles entscheidenden Spiel gegen Warthausen das auf den Wiedenwiesen ausgetragen wurde, verlor man unglücklich mit 0:1 und wurde somit Vizemeister.

stehend:
Josef Heinzler, Max Würstle, Franz Rieger, Willi Ebinger, Josef Kekeisen, Hans Hofherr, Matthäus Möst

knieend:
Heinrich Heinzler, Paul Ogger, Josef Gaupp

sitzend:
Gebhard Raisch, Albert Häberle, Pius Hagel

(auf Missels Viehweide [Lai] mit Blick zum Schleifweg

 

 

 

 

 

 

Mit dem Einrücken vieler Spieler in die Wehrmacht (1935 Einführung der allgemeinen Wehrpflicht) endete der erste Abschnitt der Altheimer Fußballgeschichte. So mancher von ihnen ist unter den Gefallenen und Vermissten auf unserer Gemeindetotentafel zu finden.

Die Gebrüder Hans und Otto Popp waren nach dem 2. Weltkrieg die ersten Fußball-Legionäre, die ab April 1946 für den SV Unter- Obersulmetingen auf Torjagd gingen.

Weitere Anzeichen fußballerischer Betätigung in fremden Diensten datieren in die 50er Jahre, wo die Spieler Georg Kühnbach (Mesner), Josef Rieger, Fridolin Sproll, Adolf Ott, Otto Schmöger, Erwin Rieger, die Gebrüder Hans und Georg Nägele und Hermann Nägele für die Sportvereine in Alberweiler, Langenschemmern und Birkenhard lange Jahre aktiv waren.

Die öffentliche Meinungsbildung hatte inzwischen zumindest bewirkt, dass der damalige Bürgermeister, Georg Rieger, bei der anstehenden Flurbereinigung das Gewann unterhalb des Friedhofs „Krumme Äcker" für einen zukünftigen Sportplatz ausweisen ließ.

Damit war eine der wichtigsten Hürden für die erfolgreiche Vereinsgründung genommen.